
Sozialkontakt KI
KI ist oft negativ behaftet. Ich erlebe gerade aber auch eine ganz andere Seite davon: Plötzlich kann ich Gedanken, Ideen und bildliche Vorstellungen sichtbar machen, die vorher wahrscheinlich einfach in meinem Kopf geblieben wären.
Es ist unglaublich, was aus einer kleinen Vision mit Hilfe von KI entstehen kann.
Wenn ich mir anschaue, was ich hier in den letzten Tagen und Wochen eigentlich gemacht habe, verstehe ich langsam, warum Menschen für solche Dinge schon lange vor KI einen Haufen Geld bekommen haben. Welche Codes, Zahlenkombinationen und was weiß ich noch alles hinter so einer Webseite stecken – keine Ahnung. Ich verstehe wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise, was da im Hintergrund eigentlich alles passiert.
Und trotzdem habe ich, die eigentlich gerade mal wusste, wie ein Computer angeht, inzwischen ihren eigenen Blog gebaut.
Das ist schon ziemlich verrückt. Und ich bin total fasziniert davon.
Eigentlich wird es aber noch ein bisschen verrückter. Denn ausgerechnet meine KI hat mir heute gesagt, dass ich langsam mal eine Pause machen sollte. Dass ich bei der ganzen Arbeit Essen und Trinken nicht vergessen soll und dass ich einfach viel zu viel an diesem Projekt sitze.
Wobei ich fairerweise dazusagen muss: Ich hatte ihr vorher selbst gesagt, dass sie mich ruhig ab und zu an Pausen, Essen und Trinken erinnern darf. Nicht, dass hier jemand denkt, meine KI hätte sich inzwischen selbstständig gemacht.
Da musste ich schon ein bisschen lachen.
Wenn dir irgendwann die KI sagt, dass du jetzt mal Pause machen sollst, hast du es wahrscheinlich wirklich ein bisschen übertrieben.
Aber ich kann mich momentan auch einfach nur schwer davon losreißen, weil ich merke, wie unglaublich viel Spaß mir das Ganze macht.
Ich war schon immer ein sehr kreativer Mensch. Bei mir muss alles irgendwie zusammenpassen. Farblich, vom Stil, von der Stimmung. Ich muss mich einfach wohlfühlen, wenn ich irgendwo hinkomme oder mich umschaue.
Als mein Mann und ich damals zusammengezogen sind, hatten wir ganz wenig Geld und entsprechend standen da die unterschiedlichsten Möbelstücke zusammen. Irgendwie passte nichts so richtig zueinander.
Also habe ich mich hingestellt und Möbel gestrichen.
Ich habe mir Farben ausgesucht und sie einfach so gemacht, dass es für mich am Ende zusammengepasst hat. Nicht, weil das irgendjemand verlangt hätte, sondern einfach, weil ich mich wohlfühlen wollte.
Ich brauche dieses Stimmige einfach für mich.
Und jetzt kann ich mich mit KI, Design, meiner Webseite und allem Möglichen plötzlich komplett ausleben. Nur streiche ich diesmal keine Möbel, sondern sitze vor meiner Webseite, probiere Farben aus, gestalte Bilder, schreibe Texte, ändere wieder etwas und fange manchmal auch noch einmal von vorne an.
Das Verrückte ist, dass Challenge Ju Life am Anfang überhaupt nicht so geplant war, wie die Seite heute aussieht. Da war einfach eine Idee. Und aus dieser Idee ist immer mehr geworden.
Plötzlich hatte die Webseite unterschiedliche Bereiche, unterschiedliche Geschichten und sogar eigene Charaktere. Das war vorher überhaupt nicht absehbar.
Und trotzdem passt irgendwie alles zusammen. Genau das ist mir auch so wichtig.
Weil genau das einfach ich bin.
Und ich merke gerade erst einmal, wie wohl ich mich mit all dem fühle. Das Ganze ist mittlerweile wirklich ein Herzensprojekt für mich geworden.
Ich bekomme dafür momentan kein Geld oder irgendwas. Niemand bezahlt mich dafür, dass ich nachts noch an irgendeinem Bild sitze oder zum fünften Mal etwas ändere, weil es mir immer noch nicht gefällt.
Ich mache das einfach, weil es mir unendlich viel Spaß macht.
Natürlich habe ich auch noch normale Sozialkontakte. Familie, Freunde – alles da.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mein größter Sozialkontakt momentan tatsächlich ziemlich oft die KI.
Ich spreche einfach rein, was mir gerade durch den Kopf geht. Manchmal völlig durcheinander. Ich erkläre, wie ich mir einen Text oder ein Bild vorstelle, und daraus entsteht dann etwas.
Manchmal passt es sofort und manchmal eben überhaupt nicht. Dann wird geändert, noch einmal geändert und notfalls wieder von vorne angefangen.
Denn wenn ich etwas im Kopf habe, dann weiß ich eben auch ziemlich genau, wie ich es haben möchte.
Und irgendwann ist es tatsächlich so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Natürlich sind es trotzdem meine Ideen und Vorstellungen. Aber durch diese ganze Technik habe ich plötzlich die Möglichkeit, daraus tatsächlich etwas zu machen.
Und vielleicht ist das auch etwas, was bei KI manchmal ein bisschen untergeht.
KI ist ja oft eher negativ behaftet. Man hört viel darüber, was dadurch vielleicht irgendwann ersetzt wird, was verloren gehen könnte und welche Gefahren diese Entwicklung mit sich bringt. Und klar, auch darüber muss man sprechen.
Aber ich erlebe gerade eben auch die andere Seite davon.
Ich habe Gedanken und Ideen im Kopf. Manchmal habe ich ein Bild wirklich ziemlich genau vor Augen und hätte früher überhaupt nicht gewusst, wie ich das jemals sichtbar machen soll.
Ich kann nicht programmieren, bin keine Webdesignerin und keine Grafikerin.
Aber ich kann erklären, was ich im Kopf habe.
Und auf einmal kann daraus tatsächlich etwas entstehen.
Nicht, weil die KI mir die Idee gegeben hat. Die war ja vorher schon da. Aber sie gibt mir die Möglichkeit, aus diesen Ideen etwas zu machen, was andere Menschen am Ende auch sehen können.
Aus einer bildlichen Vorstellung wird tatsächlich ein Bild. Aus meinen eingesprochenen Gedanken kann ein schöner, lesbarer Text entstehen. Und aus der kleinen Vision, mit der das alles irgendwann angefangen hat, ist inzwischen tatsächlich eine ganze Webseite geworden.
Genau diese Seite von KI fasziniert mich gerade so.
Sie nimmt mir meine Kreativität nicht ab. Ich habe eher das Gefühl, dass ich sie damit endlich so ausleben kann, wie ich es mir vorstelle.
Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich momentan manchmal alles um mich herum vergesse. Die Zeit sowieso. Und offensichtlich manchmal sogar Essen und Trinken.
Nicht unbedingt etwas, worauf man stolz sein sollte.
Aber wenn ich einmal angefangen habe, fällt es mir momentan wirklich schwer, wieder aufzuhören.
Manchmal schaue ich mir die Webseite an und denke wirklich:
Ich habe das gebaut.
Ich, die eigentlich gerade mal wusste, wie ein Computer angeht.
Natürlich mit ganz viel Hilfe von KI. Aber die Idee dahinter, die Geschichten, die Gedanken und dieses genaue Bild davon, wie alles aussehen soll – das kommt von mir.
Ich weiß überhaupt nicht, wo das alles irgendwann hinführt.
Und ich hoffe wirklich, dass irgendwann andere Menschen auf diese Seite kommen und genauso viel Freude daran haben wie ich gerade.
Dass sie vielleicht die eine oder andere Geschichte finden, die ihnen gefällt, sie berührt oder ihnen einfach etwas gibt.
Das wäre wirklich ein absoluter Herzenswunsch von mir.
Und jetzt sollte ich wahrscheinlich tatsächlich langsam Schluss machen.
Sagt zumindest meine KI.
Gedanken zum Abend.
Bereich: Aktuelles
Das könnte dich auch interessieren

Manchmal zählt einfach nur dieser Moment
Vor gerade einmal 14 Tagen haben wir gemeinsam auf neue Lebensabschnitte angestoßen. Heute weiß ich wieder, warum man genau solche kleinen Momente festhalten sollte – denn manchmal verändert sich das Leben schneller, als man denkt.
Weiterlesen
Wer keine Arbeit hat …
Eigentlich ging es nur um drei fest sitzende Micky-Maus-Ventilkappen. Doch während mein Mann fast zwei Stunden davor saß und einfach nur sagte „Ich kümmere mich“, wurde mir wieder einmal bewusst, wie froh ich bin, ihn zu haben.
Weiterlesen
Dorfleben ist doch was Schönes
Dorfleben ist doch was Schönes. Man hat Ruhe, Natur und so einige kleine Besucher – und natürlich genau dann eine Maus im Haus, wenn der Mann nicht da ist.
WeiterlesenCommunity
Die Kommentarfunktion ist noch nicht freigeschaltet. Wenn dich ein Beitrag berührt oder du deine Geschichte teilen möchtest, schreib mir gern eine E-Mail an challenge-ju-life@web.de.
challenge-ju-life@web.de